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Die Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz BL übernimmt von der Stiftung Integration Nordwestschweiz sowie den beiden Tochterfirmen Profecto AG und Unifair GmbH alle Arbeitsbereiche, Angebote und Dienstleistungen. Den Zusammenschluss beschlossen die Stiftungsräte beider Stiftungen bereits vor einem Jahr, seit Januar 2010 besteht nun die neue Organisationsstruktur. |
Neue Dienstleistungen
Zu den neuen Angeboten des Jugendsozialwerks gehören Arbeitsintegrationsprogramme für Stellenlose und Langzeitarbeitslose. Auch finden IV-Arbeitsabklärungen statt. Für all diese Programme können zur Zeit 60 Arbeitsplätze angeboten werden. Zu den neuen Dienstleistungen zählen Hauswartungen, Gebäudeunterhalt, Logistikaufträge (Verpackungen), einfache Montagearbeiten und Recycling von Elektrogeräten. Die Programme Reprofil und PerspektivA werden vom kantonalen Arbeitsamt (KIGA) BL, den Sozialdiensten der Gemeinden und durch Eigenleistungen finanziert.
Nach dem plötzlichen Tod von Peter Kaiser, Geschäftsführer der Stiftung Integration, im November 2008 zeichnete sich ab, dass es eine neue Lösung braucht. Es bot sich ein Zusammengehen mit dem Jugendsozialwerk an, das unter anderem Arbeitsintegrationsprogramme für Jugendliche anbietet und somit eine ähnliche Ausrichtung hat. Geschäftsführer Hans Eglin verspricht sich vom
| Zusammenschluss eine Synergiewirkung in den Bereichen der beruflichen und sozialen Integration und eine Verbesserung der Qualität der Dienstleistungen. Im Zuge der Neuorganisation sind die Geschäftsstelle des Jugendsozialwerks und das Programm „Take off“ von Liestal nach Pratteln ins Gebäude der ehemaligen Stiftung Integration Nordwestschweiz in die Industriestrasse 28 umgezogen. |
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Beruflich wieder Fuss gefasst
Von der Neuorganisation profitiert zum Beispiel ein gut qualifizierter junger Mann, der jedoch an einer Sucht leidet. Ein Regionales Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) wies ihn dem Jugendsozialwerk zu. Im Gespräch mit einem Coach wurde klar, dass er zu seiner Stabilisierung eine sinnvolle Wohn- und Freizeitstruktur bräuchte.
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Sein Coach stellte den Kontakt zur Wohngemeinschaft Falkennest her, das ein Arbeitszweig der sozialen Unternehmung ist. Dort wird er bald einziehen können. Dann wird er vermutlich auch wieder beruflich Fuss fassen können. Eine versierte Küchenhilfe, die ebenfalls ein RAV vermittelte, fand im Restaurant Falken in Liestal, das zum Jugendsozialwerk gehört, einen geeigneten Programmplatz. |
Auch PerspektivA-Teilnehmende, dem Programm für Langzeitarbeitslose, nutzen die Chance, sich in Pratteln zu bewähren und anschliessend ihren Einsatz in einem andern Betrieb des Jugendsozialwerks weiterzuführen. So arbeiteten im vergangenen Jahr Personen im Wohn- und Arbeitszentrum Bernhardsberg in Oberwil, im Restaurant Falken, in der Mensa des Bildungszentrums kvBL, im Regioladen Tricolor in Oberwil und im Brockenhaus Lazarus.
| Betriebswirtschaftliche Ausrichtung Im Blick auf die Zukunft sagt Hans Eglin: „Wir möchten mehr Arbeitsplätze mit entsprechender Wertschöpfung anbieten, die den Bedingungen auf dem ersten Arbeitsmarkt entsprechen.“ Chancen sieht er in der Weiterführung und dem Ausbau des Elektroschrott-Recyclings, in Renovationsaufträgen, im neuen Allroundservice und den Forstarbeiten, im Ausbau von Verpackungsaufträgen und Kuvertierungen, in der Übernahme von Transporten und Hausräumungen und im |
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Ausbau der Hauswartungen. Durch neue Kontakte zu Stellenvermittlungsbüros verstärkte das Jugendsozialwerk seine Bemühungen, die Programm-Teilnehmenden in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Auch für Langzeitarbeitslose sollen Praktikumsplätze als Anschlusslösung gefunden werden. Eglin möchte dabei von Kontakten zu Firmen, die im Programm jobs2do (Wirtschaftspraktikum und Coaching) aufgebaut wurden, profitieren. |




