29.05.2018

Was die Offene Jugendarbeit Gelterkinden bewegt

Mit einem selber produzierten Film stellt sich die Offene Jugendarbeit Gelterkinden vor. Er zeigt auf, wieviel im Jugendcafé im Jundt-Huus passiert und wieviel mehr möglich wäre, wenn sich die umliegenden Gemeinden beteiligen würden. Gezeigt wird der Film am Gelterkinder Dorf-Badifescht vom 1 bis zum 3. Juni.

Die Offene Jugendarbeit Gelterkinden ist ein Erfolg. Bis zu 120 Jugendliche besuchen pro Woche das Jugendcafé. Als „Herkulesarbeit“ bezeichnet die Gelterkinder Gemeindepräsidentin Christine Mangold den Einsatz von Jugendarbeiter Fabio Kunz. Sein Auftrag ist viel mehr als während den Öffnungszeiten vor Ort zu sein. Er begleitet Jugendliche, fördert und fordert sie. Beispielsweise beim Entwickeln eigener Projekte. Dabei hat er stets ein offenes Ohr für ihre Sorgen. Dies schätzt vor allem Alu, ein langjähriger Besucher, der im Film zu Wort kommt. „Wenn Jugendliche zu Hause Probleme haben, dann überträgt es sich auch auf die Schule. Es wäre sehr gut, wenn es mehr Leute gäbe wie Fabio,“ sagt er in die Kamera.

Mädchen schätzen das Jugendcafé

Diesen Ball nimmt Christine Mangold gerne auf. Sie begrüsst es, wenn man eine zweite Person anstellen könnte. Idealerweise eine Frau, denn die Anzahl Besucherinnen nimmt stetig zu. Es ist höchste Zeit, dass die Mädchen eine weibliche Ansprechperson bekommen.

Ausbau ist erwünscht

Aber wie könnte eine Aufstockung im Bereich Jugendarbeit finanziert werden? Barbara Zwygart, Schulleiterin Sekundarschule Gelterkinden, hat eine Lösung: „Mein Wunsch wäre, dass die 16 Gemeinden, die hinter der Sekundarschule stehen, auch die Offene Jugendarbeit unterstützen können.“ Mit einer zusätzlichen Person könnte man das Angebot erweitern, die Öffnungszeiten verlängern, mobile Jugendarbeit auf der Strasse anbieten und dabei auch die umliegenden Gemeinden berücksichtigen, führt Christine Mangold weiter aus.

Regionale Zusammenarbeit

Ernst Möckli, Gemeindepräsident Anwil, zeigt sich offen für eine regionale Zusammenarbeit: „Wir haben ein Problem mit Jugendlichen, weil sie nicht immer wissen, was sie mit ihrer Freizeit anfangen können.“ Er würde es begrüssen, wenn die Region gemeinsam ein Angebot für die Jugendlichen aufbauen könnte. Dass die Nachbarsgemeinden den Nutzen der Offenen Jugendarbeit erkennen und sich beteiligen, hofft Schulsozialarbeiter Albert Coray. Schliesslich kommen aus ihnen fast die Hälfte der Besucher des Jugendcafés.

Der Film mit politischem Zündstoff zeigt die Offene Jugendarbeit Gelterkinden während des Dorf-Badifeschts vom 1. bis zum 3. Juni an ihrem Stand „Jugendcafé Badi-Truck“. Dort gibt es übrigens auch Pizza, Waffeln und alkoholfreie Cocktails. Im Internet ist der Film auf https://www.kjf.ch/gelterkinden zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 


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